Dienstag, 6. Juni 2017

SpVgg Jahn Forchheim - 1.SC Feucht 1:2

Relegation zur Bayernliga
Wasserturm-Stadion
Zuschauer: 559

Mittlerweile sind auch die Relegationsspiele in der Endphase. Durch den bitteren Absturz der Löwen wird ganz schön viel durcheinander gewirbelt. 
Ich persönlich finde es immer schlecht wenn ein Traditionsverein vor die Hunde gehen. Die ganze Häme die Ihnen entgegenschlägt kann ich, ausser bei Bayern-Fans, nicht verstehen.
Oder wollt ihr lieber gegen Vereine wie Hoffenheim, Leipzig,Wolfsburg, Sandhausen oder Lotte spielen ???
Ich hoffe alle Vereine sind jetzt gewarnt vor den ganzen Investoren, die von Fussball überhaupt nix verstehen und nur auf Macht und Rendite aus sind.
Doch genung der Worten denn für mich ging es, wieder mal ins Oberfränkische.
Ziel war Forchheim und das Wasserturm-Stadion. Vor einiger Zeit wurde man von der Meldung aufgeschreckt, dass der erste Schritt zur Bebauung des Jahn-Geländes mit dem Einleitungsbeschluss für den dortigen Bebauungs- und Grünordnugsplan getan ist.
Das heißt für den Hopper, irgendwann rollen hier die Bagger an und es sollen 215 Mietwohnungen und 125 Appartements sowie ein Hotel entstehen.
Im Jahre 1904 wurde der TV Jahn Forchheim gegründet und 20 Jahre später entstand mit der Sportvereinigung Forchheim der zweite Vorgängerverein der heutigen SpVgg. 
Im Jahre 1947 fusionierten beide Vereine zur SpVgg Jahn Forchheim. Der Verein hat 10 Abteilungen und ca. 1500 Mitglieder und stellt die Förderung des Jugend- und Breitensports in den Vordergrund.
Der Ground hat mir auf Fotos nie gefallen. Vor Ort musste ich feststellen, eigentlich ein Top-Ground. Auf beiden Seiten je 4 verwitterte Stufen. Sogar 5 Sitzstufen gibt es auf einer Länge von 30m.
Es sind kleine Details, die das Wasserturm-Stadion besonders machen wie der Wasserturm, der Rentnerunterschlupf in blau, die Anzeigetafel und ein kleiner Biergarten.
Der Oberhammer war hier die Stadionmusik...ich kam ja vorgestern von 5 Tagen Malle zurück und bin immer noch nicht so richtig auf dem Damm. Aber hier lief ein Ballermann-Hit nach dem anderen und ich fühlte mich an die schöne Zeit erinnert. Klasse und auf jeden Fall besser als Andreas Bourani und Co.
Support gab es natürlich auf beiden Seiten keinen. Hab ich auch nicht erwartet. Aber hier herrschte eine schöne Atmosphäre, vor einer guten Zuschauerkulisse für einen Dienstag.
Hinter einem Tor hantierten 2 Jungs mit 4 Fahnen rum. Auf die Frage ob sie die lokalen Ultras sind und ein wenig Stimmung machen, sagten sie, heute eher nicht da ihr Capo heute nicht da ist.Er hat es richtig drauf, meinten sie.
Schade, hätte ich gerne erlebt !
Kollege Andy von "Frankenhopping" kam auch kurz nach mir wie verabredet an und man konnte sich wieder über Ground, Fussball und sein Hobby unterhalten.
Würste gabs in grob und fein. Ich war leider noch satt. Aber beide sollen laut Andys Aussage gut gewesen sein, während er das Weismainer Bier als Brühe bezeichnete.
Es hat mir richtig gut gefallen hier am Wasserturm und so ging es die 10 Minuten zu Fuss zum Bahnhof und wieder in Unterfrankens Capitale.

Text/Fotos: Pressi