Sonntag, 21. Mai 2017

VfL Bochum - FC St. Pauli 1:3

2. Bundesliga
Ruhrstadion
Zuschauer: 27 600 (5000 Gäste)

Nachdem am Samstag der zukünftige Zweitligist MSV Duisburg besucht wurde, stand am nächsten Tag der letzte Spieltag der 2. Bundesliga auf dem Plan. Während mein Kollege Harry auswärts in Stuttgart mit den Würzburger Kickers war, ging es für mich nach Bochum. Im Gegensatz zum Vortag verlief die Fahrt aus Herdecke ohne Verspätungen und Zugausfälle und somit war ich eineinhalb Stunden vor dem Spiel in der Stadt angekommen. Meinen Rucksack wollte ich erst im Schließfach abschließen, aber da alles besetzt war, musste eine andere Option her.
Wie ich es schon auf der Italien-Reise gelernt habe, versuchte ich es auch dies Mal einfach in einem Hotel. So wurde mein Gepäck im Hotel Mercure gegenüber vom Bahnhof problemlos verstaut. Weil immer noch genug Zeit bis zum Spielbeginn war, legte ich die Strecke von ca. zwei Kilometer bis zum Stadion zu Fuß zurück. Auf dem Weg dorthin begegneten mir schon eine Menge Einheimischer sowie Pauli-Fans, die mit Gesängen friedlich die Castroper Str. hochgezogen sind.Das Ruhrstadion ist eine sehr traditionsreiche Spielstätte, schließlich wird an dieser Stelle schon seit über 100 Jahren Fußball gespielt. Seit 1979 besteht es in der Form wie wir es heute kennen. Viele Fußballfans sehen das Ruhrstadion als eins der besten im deutsche Profifußball. Von außen ist es mir durch die einzigartige Konstruktion mit Betonpylonen auch ganz sympathisch. Innen ist es trotz dem Fassungsvermögen von 27.600 Plätzen sehr kompakt gehalten und gute Fußballatmosphäre entsteht dort extrem schnell. Mir persönlich fehlt da aber ein gewisses Wiedererkennungsmerkmal: Alle Seiten im Inneren des Grounds schauen identisch aus und lassen einen nicht unbedingt gleich erkennen, welches Stadion es denn eigentlich ist.
Weil ich mich relativ spät für die Fahrt in den Ruhrpott entschied, waren die ganzen Sitzplatzkarten zu dem Spiel in Bochum schon vergriffen. Es blieben ungewöhnlicherweise lediglich die Stehplätze übrig und so musste ich mich damit zufriedengeben. Bevor das Spiel begann bediente ich mich mit einer Currywurst, die Gerüchten zufolge die Beste in Deutschland sein soll. Ich fand diese ebenfalls top! 
Ich stellte mich zunächst unter die Anzeigetafel. Die Stimmung der Bochumer stieg schon zum Spielbeginn enorm, zwischendurch war der größte Teil der Hintertortribüne am Mitmachen. Im Gästebereich machte sich St. Pauli mit fast 20% der Gesamtzuschauerzahl sehr breit und zeigte sich von der guten Seite. In der ersten Hälfte war aber dann doch auf den Rängen mehr von Bochum geboten, wobei das auch auf meinem Standort zurückgeführt werden kann. In der zweiten Hälfte wechselte ich den Standort in die andere Ecke der Ostseite. Nun war vom Heimblock nicht mehr viel zu hören, da nur ein sehr kleiner Haufen in der Mitte aktiv war. Dagegen drehten die Gäste jetzt mit der Führung ihrer Mannschaft ordentlich durch, sodass ich auf der gegenüberliegenden Seite ohne Probleme ihren Support wahrnehmen konnte.


Text/Fotos: Шаффи